Aristoteles' Theorie der Wahrnehmung

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GRIN Verlag, 2007 - Philosophy - 56 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,7, Universität Leipzig (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Über die Seele, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In seinem Werk "De Anima - Über die Seele" entwirft Aristoteles ausgehend von Beobachtungen und Erfahrungen sowie durch Auseinandersetzung mit seinen Vorgängern eine Konzeption der Seele. Dabei widmet er sich sowohl ihrem Wesen, ihren Funktionen, als auch ihrem Verhältnis zum Körper. Ferner wirft seine überwiegend biologische Analyse der Seelenfunktionen ein Licht auf das, was Pflanzen, Tieren und Menschen gemeinsam ist, aber auch auf das, was sie voneinander unterscheidet und weist somit über die biologisch-naturwissenschaftliche Dimension hinaus. Ziel der folgenden Arbeit ist es, nach einem kurzen Überblick über Aristoteles' Seelenkonzeption, den sich darin entfaltenden aristotelischen Begriff der Wahrnehmung und die damit verbundene Wahrnehmungstheorie darzustellen und dahingehend zu interpretieren, wie der Wahrnehmungsvorgang genau vonstatten geht, warum wir von unseren Sinnen als Medien sprechen, bis zu welchem Grad bei der Wahrnehmung von Abstraktion zu sprechen ist, und ob Aristoteles so etwas wie Synästhesie der Sinne kennt.
 

Contents

Aristoteles allgemeine Bestimmungen
8
S
18
Vom Gemeinsinn oder die Frage nach
21
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Common terms and phrases

Popular passages

Page 12 - Die Wahrnehmung ist das Aufnahmefähige für die wahrnehmbaren Formen ohne die Materie, wie das Wachs vom Ring das Zeichen (Siegel) aufnimmt ohne das Eisen oder das Gold. Es nimmt das goldene oder eherne Zeichen auf, aber nicht, sofern es Gold oder Erz ist.
Page 22 - Süße) nur 15 nebenbei wahrnehmen, wie den Sohn des Kleon, nicht weil er der Sohn des Kleon ist, sondern weil er weiß(-farbig) ist, dieses Weiße aber nebenbei der Sohn des Kleon ist.
Page 5 - Da er aber ein sogearteter Körper ist, - denn er besitzt Leben -, dürfte der Körper nicht Seele sein; denn der Körper gehört nicht zu dem, was von einem Zugrundeliegenden .Substrat ausgesagt wird', sondern ist vielmehr Zugrundeliegendens und Materie .selbst'.
Page 6 - Aristoteles präzisiert, dass etwas lebt, „wenn Leben auch nur in einer seiner Bedeutungen vorliegt: als Vernunft, Wahrnehmung, örtliche Bewegung und Stehen, ferner als Bewegung der Ernährung, dem Schwinden und dem Wachsen nach
Page 11 - Der Grund davon ist der, daß die wirkliche Wahrnehmung auf das Einzelne geht, die Wissenschaft dagegen auf das Allgemeine.
Page 7 - Recht zu geben, wenn er schließt, „daß es ohne Wahrnehmung keine Vorstellung, ohne Vorstellung kein Denken und somit auch ohne Wahrnehmung kein Denken geben würde"17.
Page 4 - Seele ist es notwendig, wenn wir die Aporien aufwerfen, die wir im Fortgang lösen müssen, zugleich die Ansichten früherer Philosophen mit heranzuziehen, die etwas über sie (die Seele) geäußert haben, damit wir das zutreffend Gesagte übernehmen, und wenn nicht zutreffend, es vermeiden.
Page 4 - Das von den früheren Philosophen über die Seele Überlieferte sei nun soweit dargelegt. Wir wollen aber wieder gleichsam zu einem neuen Anfang zurückkehren und versuchen zu bestimmen, was de Seele ist, und was ihr gemeinsamster Begriff sein dürfte.

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