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Der zweite Theil des zweiten Bandes soll die kleinen alliterirenden deutschen Denkmäler enthalten und in nicht zu ferner Zeit erscheinen. Hoffentlich wird Herr Heyne sein Versprechen bald erfüllen können, und ich möchte bei dieser Gelegenheit an ihn die Bitte richten, dieselben nicht bloss mit einem Wörterbuch, sondern auch mit erklärenden Anmerkungen unter dem Texte zu versehen.

Dasselbe hätte ich auch für den Heliand gewünscht. Zwar giebt das mit musterhaftem Fleisse ausgearbeitete Wörterbuch überall erklärende Anmerkungen, Uebersetzungen von Wörtern und ganzen Sätzen, zuweilen HinFeise auf das Beste, was für den Heliand geleistet ist, auf Vilmar's deutsche Alterthümer im Heliand, Vergleicbung in der Regel mit althochdeutschen, angelsächsischen und altfriesischen, selten mit gothischen Wortformen; aber unendlich bequemer und zeitsparender wäre es, wenn alles zum Verständniss des Sinnes Nothwendige, mit Ausnahme der Wortbedeutungen nnter dem Texte zu finden wäre. Es würden dadurch die Anmerkungen allerdings mehr Raum weggenommen haben, als es jetzt durch blosse Ångabe der verschiedenen Lesarten der Fall ist, allein das Wörterbuch wäre anch dafür weniger umfangreich geworden.

Ein Verzeichniss der Eigennamen ist recht zweckmässig von dem eigentlichen Wörterbuch geschieden und demselben vorangeschickt. Einige Nachträge und Berichtigungen folgen.

In der nur kurzen Vorrede bespricht Heyne ganz kurz das Verhältniss der Handschriften zu einander und deren Werth, besonders für die Orthographie.

Abweichungen derselben werden unter dem Text in ziemlich reicher Sammlung gegeben; ebenso einige Verbesserungsversuche oder Conjecturen neuerer Gelehrten. Beides nimmt indessen nur wenig Raum ein.

Für den gewöhnlichen Handgebrauch, sowie zum Gebrauch in Schule und Universität ist somit für die nächste Zeit durch diese Ausgabe vortrefflich gesorgt, und wenn auch nicht die erste vorzügliche Ausgabe Schmeller's, die im Jahre 1830 erschien, ganz durch diese neuere verdrängt werden soll und kann, wird jene von nun an doch nur noch für den eigentlichen Philologen von Interesse sein. So wie Schmeller's Verdienste überall mit Dank anzuerkennen sind, hat er doch vorzugsweise durch den Heliand ein unverwelkliches Lorbeerreis um seine Stirn geschlungen.

Papier und Druck sind ebenfalls vortrefflich; der Preis ist mässig.

Möge der Dank des gelehrten Publicums, den auch die Verlagshandlang so wohl verdient, dieselbe ermuntern und anregen, das begonnene Unternehmen einer Bibliothek der älteren Literaturdenkmäler rustig fortzu

setzen.

Berlin.

Dr. Sachse.

Dictionnaire de la langue française par E. Littré. Tome pre

mier. A-H. Hachette & Cie., Paris 1863-66.

Nachdem die erste Hälfte dieses Werkes erschienen, und der baldige Abschluss des Ganzen gesichert ist, dürfte es wohl an der Zeit sein, die Leser des Archivs aut's Neue auf ein literarisches Erzeugniss aufmerksam zu machen, welches bestimmt ist, dem Studium der französischen Sprache endlich eine sichere und vollständige Grundlage zu geben. Lange sind die Franzosen trotz ihrer bedeutenden Leistungen in andern Wissenszweigen in der Sprachforschung und ihren verwandten Gebieten auffallend zurückgeblieben. Es fehlte ihnen zwar nie an begabten Gelehrten, die mit der den Franzosen eigenen Verständigkeit und Eleganz über Sprachen und Littera

Archiv I. n. Sprachen. XXXIX.

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turen geschrieben haben, und ihre raisonnements über die sogenannte allgemeine Grammatik stehen bei gewissen Leuten noch in hohem Ansehen. Aber alle diese Leistungen haben für wahre Sprachforschung, die sich mit Thatsachen und nicht mit Phrasen abgibt, wenig oder gar keinen Werth gehabt. Es könnte im ersten Augenblicke befremden, dass gerade dasjenige Volk, das uns idealistischen Deutschen gegenüber, so praktisch, so recht in Realen sich bewegt und dabei die Gabe der Rede in so hohem Grade be. sitzt, in der Sprachforschung so sehr allen realen Bodens ermangelte. Diese Erscheinung ist jedoch nur die natürliche Folge davon, dass die Franzosen sich fast nie die Mühe gaben, die erste Bedingung der Sprachforschung zu erfüllen, nemlich ausser der Muttersprache noch andere zu erlernen. Nicht einmal die geschichtliche Entwicklung ihrer eigenen Sprache war ihnen bekannt. Raynouard war der Erste, der die Kenntniss der provençalischen Schwestersprache verbreitete. Lateinisch und Griechisch wurde freilich stets gelehrt, aber nur um die Blüthe der klassischen Poesie zu bewundern, and mit französischem Zuschnitt nachzubilden. Das umfassende Gebiet der deutschen Sprachen blieb ihnen stets unbekannt. Die neueste Zeit, die alle internationalen Schranken aus dem Wege zu räumen sucht, hat jedoch auch für die Sprachforschung heilsam gewirkt, und so sind endlich auch unter den Franzosen Sprachforscher und Philologen erstanden. Die grossartigen Leistungen deutscher Gründlichkeit, die umgestaltenden Forschungen Bopp's der Brüder Grimm und speciell für die romanischen Sprachen die verglei

. chende Grammatik von Diez baben auch in Frankreich den geschichtlichen Sion geweckt und die richtige Babn vorgezeichnet. Die erste Stelle unter den von den Franzosen selbst geschriebenen Werken über französische Sprache und ibre Entwicklung nimmt nun unstreitig das dictionnaire vou Littré ein, das sich nicht unwürdig dem deutschen Wörterbuch der Bruder Grimm an die Seite stellt, und es hat das französische Werk sogar einen Vorzug wenn auch nur einen äusserlichen vor seinem deutschen Vorbilde voraus, dass das Manuscript des ganzen Buchs vollendet in den Hän. den des Verlegers, und sein Druck so rasch vorangeschritten ist, dass das Wörterbuch von Littré vor dem der Brüder Grimm vollendet sein wird, obgleich es erst 11 Jahre nach diesem zu erscheinen anfieng.

Durch Zusammenstellung mit Grimm ist auch der Standpunkt Littrés bestimmt; es wird aber nicht uninteressant sein, aus der Einleitung, in welcher der Verfasser sich eingehend darüber ausspricht, einige Stellen hier anzuführen. Littré sagt: „Je dirai, définissant ce dictionnaire, qu'il embrasse et combine l'usage présent de la langue et son usage passé, afin de donner à l'usage présent toute la plénitude et la sûreté qu'il comporte. La conception m'en fut suggérée par mes études sur la vieille langue française ou langue d'oïl. Je fus si frappé des liens qui unissent le français moderne ar français ancien, j'aperçus tant de cas où les sens et les locutions du jour ne s'expliquent que par les sens et les locutions d'autrefois, tant d'exemples où la forme des mots n'est pas intelligible sans les formes qui ont précédé, qu'il me sembla que la doctrine et même l'usage de la langue restent mal assis s'ils ne reposent sur leur base antique..... Sans parler des altérations et des corruptions qui proviennent de la négligence des hommes et de la méconnaissance des vraies formes ou des vraies significations, il est impossible, on doit en convenir, qu'une langue parvenue à un point quelconque y demeure et s'y fixe. En effet l'état social change; des institutions sien vont, d'autres viennent; les sciences font des découvertes; les peuples, se mêlant, mêlent leurs idiomes ..., Le contre-poids de cette tendance est dans l'archaïsme. On a beau se renfermer aussi étroitement qu'on voudra dans le présent, il n'en est pas moins certain que la masse des mots et des formes provient du passé, est perpétuée par la tradition et fait partie da domaine de l'histoire.... On a condamné des formes, rejeté des mots, élagué au hasard sans aucun souci de l'archaïsme, dont la connaissance et le re

spect auraient pourtant épargné des erreurs et prévenu des dommages . En effet il faut bien se garder de ce jugement dédaigneux de l'oreille qui repousse tout d'abord un terme inaccoutumé, et le rejette parmi les archaismes et, suivant l'expression méprisante de nos pères, parmi le langage gothique ou gaulois. Pour se guérir de ce dédain précipité, *) il faut se représenter que chacun de nous, même ceux dont la lecture est le plus étendue, ne possède jamais qu'une portion de la langue effective . Imposer à la langue des règles tirées de la raison générale et abstraite telle que chaque époque conçoit cette raison, conduit facilement à l'arbitraire. Un dictionnaire historique coupe court à cette disposition abusive!... La disposition commune à tous les articles est la suivante: le mot; la prononciaton; la conjugaison du verbe, si le verbe a quelque irrégularité; la définition et les divers sens classés et appuyés, autant que faire se peut, d'exemples empruntés aux auteurs des dix-septième, dix-huitième et dix-neuvième siècles; des remarques quand il y a lieu, sur l'orthographe, sur la signification, sur la construction grammaticale, sur les fautes à éviter etc.; la discussion des synonymes en certains cas; l'historique, c'est-à-dire la collection des exemples depuis les temps les plus anciens de la langue jusqu'au seizième siècle inclusivement, exemples non plus rangés selon les sens, mais rangés suivant l'ordre chronologique; enfin l'étymologie.... Un travail ainsi conçu se fait en ce moment même en Allemagne. Deux célèbres érudits, les frères Grimm, ont entrepris de donner à leur pays un dictionnaire historique de sa langue. Cette grand epublication, commencée depuis quelques années, se poursuit avec succès, non obstant le malheur qui vient de la frapper et de lai enlever un des deux frères.« **

Ueber sein Verhältniss zum dictionnaire de l'Académie, dem Passbureau der französischen Sprache, dem Wörterbuch der Salons, dem Wächter der Correctheit und Eleganz, sagt Littré: „Quand, en 1696, l'Académie française prit le rôle de lexicographe, elle constitua, à l'aide des dictionnaires préexistents et de ses propres recherches, le corps de la langue usuelle. Ce corps de la langue, elle l'à, comme cela devait étre, reproduit dans ses éditions ultérieures, laissant tomber les mots que l'usage avait abandonnés et adoptant certains autres qui devaient à l'usage leur droit de bourgeoisie. On peut ajouter que, dans la dernière édition qui date de 1835, ellea conservé certains mots plus vieux et plus inusités que d'autres qu'elle a rejetés. Quoiqu'il en soit, ce corps de langue a été rigoureusement conservé dans mon dictionnaire; il n'est aucun mot donné par l'Académie qui ne se trouve à son rang. Mais, comme la nomenclature a été notablement augmentée, comme il est toujours curieux de savoir si un mot appartient à la nomenclature de l'Académie, et qu'il est quelquefois utile d'en être informé quand on parle, ou qu'on écrit, enfin comme cette notion est exigée par certaines personnes qui se font un scrupule d'employer un terme qui n'ait pas la consécration de ce corps littéraire, j'ai eu soin de noter par un signe particulier tous les mots qui sont étrangers au dictionnaire de l'Académie.* Ces uditions sont considérables et proviennent de diverses sources ..... Le dictionnaire de l'Académie n'entre point dans ce genre de recherches, ou, pour mieux dire, il obéit à une toute autre considération, qui, sans pouvoir être dite arbitraire, n'a pourtant aucun caractère d'un arrangement, rationnel et méthodique. Cette considération est le sens le plus usuel du mot: l'Académie met toujours en premier rang la signification qui est la principale dans l'usage, c'est-d-dire celle avec laquelle le mot revient le plus souvent

)

? Auch für die sogenannte „vornehme Gesellschaft“ in Deutschland sebr beberzigenswerth!

*") Wenige Monate nachdem Littré dies schrieb, wurde auch der ältere Bruder der Wissenschaft entrissen.

soit dans le parler, soit dans les écrits. Quelques exemples montreront comment elle procède. Dans le verbe avouer, la première signification qu'elle inscrit est confesser, reconnaitre; mais sachant que avouer est formé de voeu, on comprend que tel ne peut pas être l'ordre des idées : : : : N'oublions point que ce n'est pas un caractère permanent pour une signification, d'être la plus usuelle; les exemples des mutations sont fréquents. Ranger d'après une condition qui n'a pour elle ni, la logique, ni la permanence, n'est pas classer...."

Es scheint, dass die Academie in den letzten Jahren sich auch an die Ausarbeitung eines geschichtlichen Wörterbucbs gemacht hat. Littré sagt bierüber: „je dirai, en parlant du dictionnaire historique préparé par l'Académie française, que le plan qu'elle suit et le mien ne se ressemblent nul. lement. D'ailleurs l'illustre compagnie n'a encore publié qu'un fascicule comprenant seulement les premiers mots de la lettre A.“ Es ist gewiss ein grosser Fortschritt, dass die Franzosen anfangen, sich von der Vormundschaft einer vertrockneten Zunft zu befreien, die auf die Sprache stets nur verderblich einwirkte. Die Idee einer solchen Sprachpolizei konnte auch nur im Kopfe eines Richelieu, eines Feindes jeder freien Entwicklung entsteben, und nur bei einem Volk Anklang finden, das sich so leicht von falschem Glanze blenden lässt. Ich kann hier diese Bemerkung nicht zurückhalten, da es leider sogar in Deutschland Leute gibt, die sich nach einer Copie der französischen Akademie sehnen und das siècle de Louis XIV bewundern, Leute, für welche das strenge, aber wahre Urtheil Lessing's und Schiller's spurlos verballte.

Bei der Aussprachebezeichnung findet sich Littré häufig im Widerspruche mit der berrschenden Mode und meist mit grossem Rechte. Es ist ein La. ster der Franzosen und der tonangebenden Pariser insbesondere, die Gesetze der Aussprache den willkürlichen Launen von Leuten zu unterwerfen, die sich mit ihren steten Neuerungen im Modejournal begnügen sollten. Littré verdient alle Anerkennung diesem Laster entgegenzutreten; aber die Macht der Mode ist leider stärker als die Stimme der Wissenschaft, und so wird es ihm z. B. nicht gelingen, die Auss ache des 1 mouillé (das jetzt statt lj nur j gesprochen wird) wieder in's Leben zu rufen. Die grammatischen Erläuterungen, welche Littré häufig beigefügt hat

, sind durchweg mit Klarheit und Verständlichkeit abgefasst. Doch ist die Grammatik stets die schwache Seite der Franzosen geblieben und z. B. die Darstellung der Präpositionen, wo sie als Stellvertreter der Casus auftreten, ist selbst bei Littré ungenügend. (Siehe die Artikel de, des).

Der wichtigste Theil des Werkes, und womit Littré in Frankreich allein dasteht, ist das Gebiet des Geschichtlicben: „Je donne le nom d'hi: storique à une collection de phrases appartenant à l'ancienne langue. ... Pendant que, dans l'article consacré à l'usage présent, les acceptions sont rigoureusement classées d'après l'ordre logique, c'est-à-dire en commençant par le sens propre et en allant aux sens de plus en plus détournés, ici tout est rangé d'après l'ordre chronologique. Le principe de succession prévaut sur le principe de l'ordre des significations; ce qui importe, c'est de connaître comment les emplois se succèdent les uns aux autres et s'enchaînent. D'un coup d'oeil on saisit toute cette filiation; et, allant de siècle en siècle, on voit le mot tantôt varier d'usage, de signification et d'orthographe, tantôt se présenter dès les plus hauts temps à peu près tel qu'il est aujourd'hui.“ Ueber die Zeitbestimmung der Entstehung des Franzosischen dürfte die Angabe Littré's eine kleine Einschränkung erleiden. Die Eidformel der Söhne von Louis le Débonnaire (842) kann man nicht wohl französisch nennen, sie ist noch lingua romana rustica oder lateinische Vulgärsprache, und zwar derjenige Dialect derselben, die man langue d'oil ge nannt hat; wohl aber lässt sich in dem chant d'Eulalie der Charakter einer neuen Sprache erkennen, die sich im Rolandslied schon ganz von ihrer la

teinischen Mutter losgelöst hat. Ich benutze diese Gelegenheit, auf einen Druckfehler in meiner Bearbeitung der französischen Chrestomathie von Mager aufmerksam zu machen: das Rolandslied ist dort um ein Jahrhundert zu früh gesetzt. Von welchem Werthe für die Abstammung eines Worts die Anführung der Bedeutungen nach geschichtlicher Ordnung ist, zeigt Littré durch einige Beispiele: „Toutes les personnes familiarisées avec la latinité ne peuvent manquer d'être frappées du mot choisir très-voisin d'élire par le sens. Elire est, si je puis ainsi parler, du cru; il nous appartient par droit d'héritage; mais comment avons-nous l'autre, et quel estil? L'historique donne la réponse. En le suivant dans son ordre chronologique, on voit que choisir a le sens d'apercevoir, de voir, et n'a que ce sens; puis, peu à peu, à côté de cette signification fondamentale apparait la signification d'élire, de trier; puis, entre les deux significations, le rapport devient inverse: c'est celle d'élire qui prédomine; l'autre n'a plus que de rares exemples; si bien qu'au seizième siècle, elle est un archaïsme, abandonné tout-à-fait dans le dix-septième. On comprend comment l'idée d'apercevoir s'est changée en une idée dérivée, celle de trier. A ce point, l'étymologie se présente sans conteste; et notre mot vient du germanique kansjan, voir, regarder (Nach Schuster-Regnier von lat. cadere) Danger peut encore être allégué comme un de ces mots que l’bistorique éclaire particulièrement. Avant toute histoire et toute ancienne citation, on a été porté à y voir un dérivé du latin damnum (so noch SchusterRegnier); par exemple, dam niarium, d'où danger ou dangier. Mais d'abord l'idée de dommage n'est pas tellement voisine de celle de péril, qu'une simple conjecture, sans preuve de textes, suffise à établir le passage de l'une à l'autre. De plus, la langue du droit a, dans quelqu'un de ses recoins, conservé des emplois où danger ne signifie aucunement péril, mais signifie la défense qu'impose une autorité. Enfin, ce qui est décisif, l'bistorique élève deux objections fondamentales: la première, que la forme primitive est non pas danger, mais dongier ou donger; la seconde, quelle sens primitif est non pas péril, mais pouvoir, autorité, et, par suite, interdiction, défense. Il faut donc, quant à l'étymologie, ne considérer que cette forme et ce sens; on satisfait à l'une et à l'autre à l'aide du latin domioium, seigneurie, pouvoir, fournissant par dérivation la forme fictive dominiarium, ou la forme réelle dongier. On voit les conditions précises imposées à l'étymologie; il faut qu'elle soit explicative de la forme et du sens. Elle vient pour ces deux, forme et sens, d'expliquer dongier; il lui reste à expliquer danger. C'est une habitude beaucoup plus étendue dans l'ancienne langue, mais dont il reste des traces dans la moderne, de changer o des latins en a, on ou un en en ou an: ainsi dame, de domina; damoiseau de dominicellus; volenté de voluntas; mains pour moins; cuens pour coms (de comes, comte) etc. A cette catégorie appartient danger, qui figure dans les textes à côté de donger, et qui n'en est qu'une variante dialectique. Voilà pour la forme; quant au sens, on voit, en suivant la série historique, que vers le quatorzième ou quinzième siècle se trouve estre au danger de quelqu'un, qui signifie également être en son pouvoir et courir du péril de sa part. La est la transition; dès lors le sens de péril devient prédominant; on oublie l'autre peu à peu, si bien que, quand l'ancienne et propre signification est exhumée des livres, on la méconnatt; et l'on douterait de l'identité, si l'on ne tenait tous les chaînons.

Auch den sogenannten patois, die alle seine Vorgänger unbeachtet liessen, hat Littré die gebührende Stelle eingeräumt: „Les patois, dans l'opi

pulgaire, sont en décri, et on les tient généralement pour du français qui s'est altéré dans la bouche du peuple des provinces. C'est une erreur. de montrerai plus loin, à l'article dialectes que les patois sont les héritiers des dialectes qui ont occupé l'ancienne France avant la centralisation monarchique commencée au quatorzième siècle, et que dès lors le français

nion

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