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lexikalischer Stoff, ein Verzeichniss von Vor-, Länder- und Städtename Dann S. 116: Persönliches Passiv der Intransitiva. Auffällig ist S. 2

The reflective verbs to be true, to be weary of one's self. Sodann i Buch IV der Relativsatz von S. 223 bis 238 sehr praktisch bearbeitet. 1 fünften Buche ist der Infinitiv S. 267, der reine Infinitiv ebendaselbst, da der Infinitiv mit as to $. 270, der Infinitiv in Relative und in indirect Fragesätzen S. 271, der Acc. cum Inf. S. 273 und endlich das Partit S. 215 zu beachten. Alle diese Abschnitte sind nicht nur klar und übe sichtlich erörtert, sondern gewäbren auch dem Lehrer durch das beigefüg Uebersetzungsmaterial willkommenen Stoff zur mündlichen und schriftlich Einübung, zu Exercitien und Extemporalien.

Eine äusserst anerkennenswerthe Sorgfalt hat der Verfasser auf die ! zeichnung der Aussprache verwendet. Alle in den Regeln, in den erläuter den Beweisstellen, in den Uebungssätzen, in den Wörterverzeichnissen va kommenden Vocabeln sind mit Angabe der Aussprache versehen. Man ka diesen Vortheil, welchen das Buch ausser den bereits besprochenen Vi zügen gewährt, nicht genug schätzen, wenn man bedenkt, mit welcher Gleie gültigkeit oder mit welchem mangelhaften Verständniss der Sache gera dieser so wichtige Punkt in so vielen Unterrichtsbüchern behandelt i Prof. Kade bedient sich einer Bezeichnung, welche im Ganzen mit d Perry-Worcester'schen, wie sie in Flügel's Practical Dictionary (4. Ausga 1858) vorliegt, grosse Aehnlichkeit hat. Da der Verfasser das zu bezeic nende Wort immer nur einmal und zwar gleich mit den marks of notati hinstellt, z. B. Stahlfeder (stēel-pěn), so mag diese Bezeicbnung bier geei neter als die Walker'sche sein, die häufig Nebeneinanderstellung erforde wiewohl ich es überbaupt für besser halte, dass dem Lernenden das ihm u bekannte Wort erst in seiner gewöhnlichen Schreibweise und dann noch e mal daneben mit der figurirten Aussprache vorgeführt werde. Doch ist di ein Punkt von geringerer_Bedeutung. Nur darin stimme ich dem Her Verfasser nicht bei, dass er selbsterfundene Zeichen den Worcester’sch untermischt oder an Stelle derselben gesetzt hat, da ich der Ansicht bi dass der Schüler von vorn herein nach einer Aussprachebezeichnung unterrichten sei, die er zum Behuf selbständiger Präparation bei der Le türe im Dictionår finden kann, damit er sich nicht zwei verschiedene B zeichnungen anzueignen habe. Nun balte ich zwar auch einige marks notation bei Worcester (Flügel) nicht für praktisch, darunter die Bezeid nung von ch in chasm und in chaise, die des harten und des weichen g si wie des harten c, abgesehen von anderen, welche die Zahl der Zeichen und thig vermehren, wie das Zeichen für a in share, oder von solchen, die n deshalb nöthig geworden, weil das zu bezeichnende Wort nur einmal g druckt wird, z. B. ei in beir, i in shire, u in rule, y in cymbal: dennot aber möchte ich, in Ermangelung eines Dictionärs mit mehr geeigneter ut kürzerer Bezeichnung und mit Nebenstellung der figurirten Aussprach lieber Uebereinstimmung der Zeichen des Lehrbuchs mit denen Wörterbuch s, um dem Schüler die Mühe zu ersparen, zweierlei Au sprachebezeichnungen zu lernen. Ich verweise in Bezug hierauf auf d Vorrede zu meinem English Vocabulary and English Pronunciation)

Bei der Zeichenangabe des Prof. Kade vermisse ich die Schattirung de a in mask, fast, branch und dergleichen. Es wäre besser gewesen, dafure eigenes Zeichen zu setzen und das für a in fare, share und dergleicht

*) English Vocabulary and English Pronunciation. Deutsch-englisch Vocabulär und methodische Anleitung zum Erlernen der englischen At sprache. Nach Smart und Worcester mit Anwendung der Walker'sch Ziffern. Mit durchgängiger Bezeichnung der Aussprache. Von Alb. Beneck Oberlehrer. Potsdam, Verlag der Riegel'schen Buchhandlung (18 Sgr.).

egzulassen. Sonst aber ist die vom Verfasser zurechtgemachte Bezeiching durchaus brauchbar.

Was die Auslassung des Verfassers Seite 1 der Vorrede betrifft: „Daegen ist die Lehre vom Infinitiv, Gerund und Particip aus dem fünften ache ausgeschieden und bildet jetzt ein sechstes Buch, weil ich mich a mer mehr überzeuge, dass der Begriff des Modus auf jene edet heile keine Anwendung leidet" so findet dieses Bedenken ei Schmitz, Englische Grammatik, 3. Auflage, Seite 159 seine Erledigung.

Um hinsichtlich der Correctheit des englischen Ausdrucks keine Vorlebt zu versäumen, bat Prof. Kade seiner eigenen Angabe nach seine Arbeit 'eile für Zeile mit einem Engländer und Lehrer der englischen Sprache, lerra John Sherwood, geprüft. Wenn etwa jemand daran Anstoss nehmen könnte, dass er im fünften Buche die Lehre vom zusammengesetzten Satze ich der Eintheilung in Substantiv.,. Adjectiv- und Adverbsatz geordnet at, so lehrt näheres Eingehen auf seine Behandlungsart, dass er mit Gechick alle Schwierigkeiten, welehe leicht für den Schüler aus einer solchen Jisposition hervorgehen, vermieden und den Stoff auch in diesem Theile eines Werkes mit steter Rücksicht auf das Aneignungsvermögen des Lerlenden übersichtlich gruppirt hat.

Indem ich hiermit meine Besprechung des Lehrbuches des Prof. Kade ieschliesse, fasse ich mein Urtheil über dasselbe dabin zusammen, dass es regen der trefflichen Vertheilung und angemessenen Behandlung des Lebrtofts, wegen des guten Uebersetzungsmaterials und wegen der genauen Rücksichtnahme auf die Aussprache jedem Lehrer zur Benutzung, beim schul- und Privatunterricht angelegentlich zu empfehlen ist. Ich bedauere, lass ich zur Vergleichung nicht desselben Verfassers kurzgefasste Grammatik ler engliscben Sprache, sowie dessen Uebersetzungsstücke zur Einübung ler Regeln der englischen Grammatik zur Fland hatte. Die von mir hier beurtheilte erste Anleitung zum Uebersetzen lässt vermuthen, dass der Herr Verfasser auch in seinen beiden anderen Lebrbüchern gleich genau und praktisch verfahren sei.

Alb. Benecke.

Dr. Emil Otto, Lector an der Universität Heidelberg: Kleine

Englische Sprachlehre für Anfänger. Nach dem Plan der
Kleinen Französischen Sprachlehre und der Conversations-
Grammatik bearbeitet. Heidelberg, 1866. Verlag von J.
Gross.

Auf 182 kleinen Seiten giebt Dr. Otto eine Sprachlehre, welche das Wesentlichste der Formenlehre in systematischer Ordnung enthält, damit aber die nöthigen Wörter, Aufgaben und leichtere Lesestücke verbindet. Der ganze Stoff ist in 49 Lectionen abgetheilt, deren jede einen Haupttheil einer Wortart abhandelt, wobei den betreffenden Formen einige Beispiele, , eine englische und eine deutsche Aufgabe mit den dazu gehörigen Wörtern beigefügt sind. Am Ende steht ein kleines Vocabulär (7 Seiten), leichte Redensarten zum Auswendiglernen (6 Seiten), und leichte englische Lesestücke (12 Seiten).

Das Buch beginnt mit Anweisungen für die Aussprache (17 Seiten). Die Aussprache ist vermittelst deutscher Buchstaben erklärt, z. B. gen. der drohender, care kähr, give spr. giw oder gir. Wenn man an irgend etwas den Werth solcher englischen Hülfsbücher erkennen kann, so ist es die Art und Weise, in welcher die Aussprache behandelt ist. Wie sie Otto dargestellt hat, erhellt aus folgenden Proben.

S ge

mei

G wie dích, aber weicher. J immer wie dsch: Jack sprich dschäck wöhnlich wie das deutscher oder B (sic): sell, sister, sin. W wie 1 mit einem vorschlagenden w: wild spr. wueild. One spr. won, und ono spr. wonß. Ch ie tự: rich =

ritsch, chin

(din. Enough = eno während das e darin = ë im obscure sound ist. Ea vor r und noc einem Consonanten wie ö: learn spr. lörn. Die Endsilben sion und tio lauten immer wie schönn (oder fah’n kurz): explosion, profusion tion, nation. Die Endsilbè tain lautet wie die deutsche Endsilbe ten ode t'n in lobten: captain spr. käpt'n. Die Endsilbe geon lautet wie dichi oder dich'n : pigeon

pididh'n. Seite 13 ferner in dem alphabetischen Verzeichniss einiger schwierige Wörter finden sich theils mit falscher, theils mit schlechter Aussprache ar swer spr. ahaser, busy bisli (??), business bißnes, cupboard köp'börð, fortun fortson, glazier glehíchor (??), guinea ginne, headache bebdeck, move mubf, pros pruhf, receip trisht, usual juhichel, social fobschel; though und thought wir mit demselben th bezeichnet, obwohl jenes soft, dieses hard th ha Dann § 11 in dem Verzeichniss der Wörter, in welchen ea nach der Angab des Verfassers „wie e (a), nicht i“ ausgesprochen wird, sind Wörtern kurzem und langem E-laut bunt durcheinander. Dazu kommt, dass Ou nicht einmal den Buchstaben, welcher im Englischen die meisten Schwit rigkeiten macht, nämlich s, unterscheidet, was last unglaublich ist, da mi doch wenigstens erwartet, er werde etwa ļ für das weiche, ß oder s al Bezeichnung des harten & gebrauchen. Nein, Otto bezeichnet Caesar Sibla bosom buss'm (muss lauten bòoz -ắm, đó = kurzem u), cousin kössen (s mu lauten zz, also củz'-zn), listen tilfen (muss lauten lis'sn), u. dergl. Vermei gung beider s überall im Buche." Daneben Sachen wie S. 24 give spr. u soup spr. supp, George spr. Dschohrdľah, husband spr hößbend. Naiv ist Otto Auslassung über th: „Th hat einen ganz eigenthümlichen Laut, bald schar bald sanft, der nicht näher beschrieben und nur durch das Gehör aufge fasst werden kann.“ Als ob nicht Walker, Smart, Worcester und Ander ganz genau angegeben hätten, wie man es anzufangen habe, um th zu spre chen, und zwar so einfach, das man es auch dem jüngeren Schuler deut lich machen kann. Nimmt man nun noch Dr. Otto's Erklärung in der Vor rede, S. V, hinzu; „Ich erlaube mir auch bei dieser Gelegenheit darauf bir zuweisen, wie sehr ein unverdrossenes, jedesmaliges Vorsprechen und Vor lesen von Seiten des Lehrers, und ein öfteres Nachsprechen und Nachlese von Seiten der Schüler allein die Erlangung einer richtigen und geläufige Aussprache bedingt und verbürgt“ so begreift man, wie eine so fehler hafte Angabe der Aussprache und eine so oberflächliche Behandlung der selben in sein Buch gekommen ist. Gerade die Methode, welche Otto zar Erlernen der Aussprache empfiehlt, trägt die Schuld, dass man durcbwe bei Deutschen einer fehlerhaften, in hohem Grade ungenauen Aussprache be gegnet. Die Lehrer nämlich, welche nach jener von Otto gewünschten Ar unterrichten, verfahren so, dass sie wohl freilich zuerst die Unterschiede de Laute einüben und dem Lernenden begreiflich machen, dass es verschiedene . ¢ i, o und u, eine verschiedene Aussprache von g giebt, das j und ch so and s lauten, u. dergl.; sind sie aber damit fertig, dann sollen ihre Schüler mi llülfe von Analogie die in den grammatischen und in den Lecturestundet vorkommenden Wörter lesen können, und wo sie nun falsch sprechen (sq jeder Zeile durchschnittlich zwei bis drei Wörter), da tritt der Lehrer mit sei nem Vorsprechen ein. Oder ganze Abschnitte werden auch durch Vor- un Nachsprechen eingeübt. Dieses Verfahren hat zur Folge, dass der Lebrer der es genau nimmt, aus dem Corrigiren gar nicht herauskommt, weil e mit jener Analogie erfahrungsmässig eine missliche Sache ist. Genug, geht es von Stunde zu Stunde, Jahr für Jahr, so lange der Unterricht dauert weiter. Der Lernende sucht sich zwar bei der Präparation auf seine Lesel stücke die Bedeutung der ihm unbekannten Ausdrücke auf, um die Aas

sprache derselben aber kümmert er sich nicht, denn die sagt ihm ja der Lehrer in der Klasse. Mit der Zeit bildet sich so in dem Lernenden die Vorstellung, er spreche wohl richtig aus, weil es ihm nicht darauf ankommt, genau zu wissen, ob ein g hart oder weich, das i in to contribute lang oder kurz, der Accent darin auf der ersten oder auf der zweiten Silbe liegt. Die Gewohnheit macht ihn und den Lehrer stark. Er ratbet und tastet tapfer herum, und wenn dann der Unterricht aufhört, der helfende Lehrer nicht mehr da ist, so hat sich der Schüler so trefflich gewöhnt, dass er dreist ein englisches Buch zur Lecture vornimmt, ohne sich um die sichere Aussprache der Menge der darin vorkommenden ihm unbekannten Wörter zu kümmern.

Worin liegt nun die Mangelhaftigkeit dieses Resultats und des ganzen Verfahrens ?

Darin erstens, dass der Schüler nicht von der ersten Stunde an gewöhnt wird, die zu unterscheidenden Laute durch Musterwörter im Gedächtniss zu befestigen, zweitens darin, dass er bei den Fehlern, die er gegen die Aussprache macht, nicht bei der richtigen Nennung des Lautes auf das Musterwort zurückgeführt wird; drittens und dies ist der schlimmste Verstoss – dass er bei der Präparation nicht von Anfang an angehalten wird, beim Aufsuchen der Wörter auch die im Dictionär daneben stehende Aussprachebezeichnung zu notiren und zu lernen. Wozu ist denn eigentlich die Aussprachebezeichnung bei Kaltschmidt, Thieme, Lucas, Flügel? Etwa bloss für den Lehrer? Und doch ist die Sache so leicht, dass auch ein schwacher Schüler nach wenigen Stunden sich darin zurechtfindet, sowohl in der Bezifferung, als auch in den Perry-Worcester'schen Zeichen bei Flügel

. Nur fort mit der Bezeichnung durch deutsche Buchstaben, wie sie Dr. Otto hat, welche von jeher dazu gedient hat, der Oberflächlichkeit und dem Herumtasten in der englischen Aussprache Vorschub zu leisten.

Man lerne also nicht in der Weise englisch aussprechen, wie sie in der 16 Seiten langen Anweisung Dr. Otto's vorliegt und wie es die ganze Anlage des Buches verlangt. Wo solche Behandlung der Aussprache zu Tage kommt, liegt die Vermuthung nahe, dass sie hauptsächlich auf dem Vorgange des Abhörens berube. Würde Jemand auch nur Walker's oder Smart's oder Worcester's Principles berücksichtigt oder Winkelmann's, Voigtmann's oder Schmitz' Anleitung zum Erlernen der englischen Aussprache zu Rathe gezogen haben: so müsste von selber eine Auffassung in Betreff der Gesetze der englischen Aussprache Platz gegriffen haben, die es nicht gut zuliesse, wichtige Lautdifferenzen zu verwischen und absolut Unrichtiges hinzustellen.

Um nicht, was den Werth der viva vox und den Nutzen des mündlichen Verkehrs mit Engländern betrifft, falsch verstanden zu werden, fasse ich meine Ansicht in Folgendem zusammen.

Wer glaubt, durch Abhören der Aussprache von Engländern oder sonst des Englischen kundigen Personen, durch Conversation, durch Nachsprechen der ihm vorgesprochenen Wörter u. dergl. zu einer annähernden Sicherheit in der Aussprache zu gelangen, irrt sich. Von grossem Werthe aber und für eine gewisse Zeit sopar unerlässlich ist ein solcher Verkehr für diejenigen, die bereits durch Unterricht oder Selbststudium auf die Eigenthümlichkeiten der englischen Aussprache aufmerksam geworden sind,

die Vocal- und Consonantenunterscheidung kennen, die Gesetze der Abschwächung der Laute in unbetonten Silben, namentlich in den Endsilben beachtet haben und mit der Einwir. kung des Accents vertraut geworden sind, kurz, für solche, denen die Aussprache eines englischen Wortes nicht ein auf Willkür beruhender Klang, sondern, trotz so vieler anscheinenden Unregelmässigkeiten, ein regelrechter Vorgang ist. Wer sich so um das Gesetzmässige und um das Abweichende in der

englischen Aussprache bekümmert, wer durch fleissiges eigedes Nachschlagen im Wörterbuche nach und nach eine Vertrautheit mit Archiv 1. n. Sprachen. XXXIX.

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dem Gegenstande erlangt, der muss Nutzen von dem Umgange mit Eng. ländern haben, denn er weiss, worauf es ankommt. Er hat die Töne un terscheiden und erkennen gelernt; er ist also fähig, das gesprochene fremd Wort richtig mit dem Ohre aufzunebmen. Ohne solche Einsicht aber ir die Natur der englischen Lante, ohne selbständige Uebung, obne eigent Mitbetheiligung durch Selbstsuchen und eigenes Erweitern der Aussprache kenntniss durch eigene Mühe wird Jemand nie zu einer selbstbewusster Ke niss darin gelangen, und sogar nach lange fortgesetztem Verkehr mi Engländern nicht im Stande sein, entweder selber eine Seite richtig zu lesen oder mit Sicherheit zu beurtheilen, ob und worin von einem Andern beim Lesen gefehlt worden ist.

Was den weiteren Inhalt des Buchs betrifft, so ist es praktisch, das der Verfasser in den einzelnen Lectionen vollständige Abschnitte der Gram matik giebt. Das regelmässige Verb, das erst in der 23. Lection gelebr wird, hätte gleich nach to have und to be kommen müssen; doch hat sich der Verfasser an die herkömmliche Reihenfolge der Redetheile gehalten Die unregelmässigen Verba behauptet Dr. Otto ,in einer ganz neuen naturgemässen Anordnung“ zusammengestellt zu haben. Es soll nich bestritten werden, dass seine Anordnung zweckmässig ist; andere Verfasse von Lehrbüchern haben aber schon längst in ähnlicher und vielleicht bes serer Weise dasselbe gethan, Alle solche Aeusserungen, wie jene über die Anordnung der unregelmässigen Verba, drängen unwillkürlich zu der Frage ob denn der Verfasser nicht andere Bücher ähnlichen Zweckes verglichen habe. Wenn man ihn so unbefangen sprechen hört, sollte man meinen, et kenne ausser Gaspey nur seine eigenen Sachen.

Die Sätze in den 115 Cebungsstücken sind von der nüchternsten Art, vom ersten bis zum letzten. Onkel und Tante, Obst und Gemüse, das unver meidliche Federmesser, Herr Müller, Fräulein Caroline und Professor Moll (der schon bei Ahn bald im Singular, bald im Plural zusammen mit Herrn Mably und Herrn Nollet erscheint), kurz, lauter triviale Begriffe geben den Inhalt zu den Uebungssätzen. Nur selten findet man einen Satz, der einen beachtenswerthen Gedanken enthält. Daneben bisweilen eine wunderliche Terminologie, z. B. Werfall, Wessenfall, Wemfall, Wenfall; Construc tionen wie: „Es giebt im Englischen zweierlei Artikel: der bestimmte und der unbestimmte;" Regeln wie: Für den selten vorkommenden Dativ der Theilform setzt man bloss to vor das Wort, z. B. to wine. Dagegen ist das Material für Grammatik und Wörterkenntniss gut ausgewählt worden, und es wäre nur zu wünschen gewesen, dass die Uebungsstücke und die Behandlung der Aussprache besser wären.

Diese kleine englische Sprachlehre gehört zu jener Klasse von Büchern, welche man von dem besseren Unterricht ausgeschlossen wünschen muss. Sie halten den Lernenden fortwährend auf der Oberfläche des Lehrobjects, und befördern Mittelmässigkeit des Lernens und Wissens. Sie gewähren dem Nachdenken des Schülers nicht die erforderliche Spannung, und verwöhnen ihn so, dass seine geistigen Kräfte für später zu überwindende Schwierigkeiten beim Unterricht nicht gehörig geleitet, nicht gestärkt und geübt genug erscheinen. Man möge nicht einwenden, das Buch sei für den Anlang berechnet! Wer Englisch lernt, ist meist schon im Französischen auterrichtet worden, steht nicht mehr auf der ersten Stufe des Sprachunterrichts, und ist darum bereits befähigt, in das Englische in anderer Weise eingeführt zu werden, als diejenige ist, welche das Buch des Dr. Otto und ähnliche Sprachlehren bieten. Berlin, November 1866.

Alb. Benecke.

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