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Zeitschrift

für

Philofophie und philosophische

Kritik,

26cli

im Vereine mit mehreren Gelehrten

herausgegeben

von

Dr. J. H. d. Hichte,

0. Ö, Professor der Philosophie a. D. in Stuttgart,

Dr. Hermann Ulrici,

0. 0. Professor der Philosophie an der Universität Halle,

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Inhalt.

Seite.

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Bemerkungen zur Lehre vom räumlichen Sehen. Bon Prof. Dr.

Ernst Mach.
Die Ethit des Maimonides und ihr Einfluß auf die scholastische Phi:

losophie des dreizehnten Jahrhunderts. Von Dr. Adolph Ja

raczew o ty. Gott und Welt. Mysterium in fünf Handlungen von Eduard Wes

delind. Erste Hälfte. Gedanken zur Geschichte der Lehre vom Willensvermögen. Von Dr.

Jürgen Bona Meyer.
Trendelenburg's fortgeschrittene Verstandeganficht. Eine kritische Dars
stellung. Von Dr. H. Schw ar g.

Recensionen
Grundzüge des Naturrecht oder der Rechtsphilofos

phie. Von Dr. K. D. A. Nöder, Professor des Rechts zu
Heidelberg 2. Zweite, ganz umgearbeitete Auffage, Leipzig und
Heidelberg, C. F. Winter'sche Verlagshandlung. Erste Abtheilung,
(1860) XXXIV und 283 Seiten; Zweite Abtheilung, (1863) XXII

und 578 Seiten gr. 8. Von Prof. Dr. Th. Schliep hate. Der Strafvollzug im Geist des Rechts. Vermischte Ab

handlungen, denkenden Rechtspflegern gewidmet, von Demfel:
ben, nebst einigen Auffäßen W. H. Suring a r'e. Im glei-
chen Verlage. 1863. XVI und 364 S. gr. 8. Von Prof. Dr.

Ih. Schliephale.
Le Matérialisme contemporain en Allemagne. Examen du système

du Docteur Büchner par Paul Janet, membre de l'Institut, professeur
suppléant à la faculté des lettres de Paris. Paris, G. Baillière,
libraire - editeur, 1864, IX u. 182 S. 8. Von Prof. Dr. O.

Reichlin - Meldegg.
Thurot: De la logique de Pierre d'Espagne. Von Prof. Dr. Pott.
Die Phantasie und ihre Schöpfungen. Eine Studie

zur Psychologie von Dr. Arthur Richter. Magdeburg, 1864,
Treup'iche Buchhandlung (R. Kretschmann). 39 S. 8. Von
Prof. Dr. Don Reichlin - Meldegg.

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109

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148

156 Seite

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leber Eintheilung und Gltederung des Systems der Philosophie. Von

Ch. H. Weiße. Erste Hälfte. ob Naturalismus, ob Theismus das leitende Princip in den Nutur

wissenschaften seyn könne? Mit Bezug auf die Theorien von Dar

win und Agassiz. Von . H. Fichte. Erster Artikel. leber den Realidealismus. Von F. U. Wirth. Fortfeßung.

215

251

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Recensionen.

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Schopenhauer und seine Freunde. Zur Beleuchtung der

Frauenstädt - Lindner'schen Vertheidigung Schopenhauer's, so wie
zur Ergänzung der Schrift: „Arthur Schopenhauer aus person-
lichem itmgange dargestellt“ von Wilhelm Gwinner. Leips
zig: F. A. Brodhaus. 1803. 91 S. 8. 8. Reichlins

Meldegg. :
Spinoza. Sein Lebensbild und seine Philofophie.

Inauguraldissertation von J. B. Lehmanns aus Nimwegen.
Würzburg. 4. Strubers Buchhandlung. 1864. VI u. 127 S.

gr. 8. Von Demselben.
Notiz: Benfe, über Fries. Bon 2. Schmid

Bibliographie.
I. Derzeichniß der im In- und Auslande neu erschienenen philofophis

schen Schriften 1
II. Verzeichniß der philof. Artikel in deutschen, franzöfischen, englischen

u. itattenischen Zeitschriften. Zusammengest. v. Dr. 3. B. Meyer

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Bemerkungen zur Lehre vom räumlichen

Sehen.

Bon Prof. Dr. Ernst Mach.

Nach Herbart beruht 198 räumliche Wahrnehmen auf Reproductionsreihen. Natürlich jind hiebei, wenn dies richtig ift, die Größen der Reste mit welchen die Vorstellungen vers schmolzen sind (die Verschmelzungshilfen) von wesentlichem Einfluß. Da ferner die Verschmelzungen erst zu Stande fommen müssen, bevor sie da sind, und da bei ihrem Entstehen die Hemmungsverhältnisse in's Spiel fommen, so hängt schließlich, die zufällige Zeitfolge in welcher die Vorstellungen gegeben werden abgerechnet, bei der räumlichen Wahrnehmung Alles von den Gegensäßen und Verwandtschaften, furz von den Qualis täten der Vorstellungen ab, welche in die Reihen eingehen.

Sehen wir zu, wie sich diese Theorie den speciellen Thatsachen gegenüber verhält.

1) Wenn nur sich durchfreuzende Reihen, vor und rückwärts durchlaufend, zum Entstehen der räumlichen Wahrnehmung nothig sind, warum finden sich nicht wenigstens Analoga derselben bei allen Sinnen?

2) Warum messen wir Verschiedenfarbiges, Buntes, mit Einem Raummaaße ? Wie erkennen wir Verschiedenfarbiges als gleich groß?

Woher nehmen wir überhaupt das Rauimaaß und was ist dieses ?

3) Woher kommt es, daß gleiche verschiedenfarbige Gestalten sich gegenseitig reproduciren und als gleich erkannt werden?

An diesen Schwierigkeiten fey es genug! Herbart vermag fte nach seiner Theorie nicht zu lösen. Der Unbe: fangene wird sofort einsehen, daß seine Hemmung wegen der Gestalt“ und „, Begünstigung wegen der Gestalt“ einfach unmöglich ist. Man überlege das Herbart'sche Beispiel von ben rothen und schwarzen Buchstaben. Die Verschmelzungshilfe

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Zeitschr. f. Philof. u. phil. Kritit. 46. Band.

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